Hinweis auf Inhalt!

Lieber Besucher!

Ich nehme in meinen Zeilen selten ein Blatt vor den Mund (oder die Tasten).

Einige Inhalte sind sehr offen und bewusst provozierend formuliert und nicht unbedingt für Kinder und Jugendliche oder auch Menschen die empfindlich auf solche Inhalte reagieren geeignet.

 

 

 

 

 

 

 

Schlafend im Paradies

Er träumt des Nachts in seinem Bette

von tiefer Leidenschaft und Lust

und atmet schwer unter der Decke,

fernab vom ehelichen Frust.

 

Am Morgen folgt das bös' Erwachen

und er steht rauchend am Balkon.

Er hört der Kinder fröhlich' Lachen

und starrt dabei auf den Beton.

 

Er ist nur Gast in seinem Leben,

sitzt wortlos mit am Frühstückstisch

lässt sich kein Stück Zucker geben

und nimmt nichts vom frischen Fisch.

 

Er glaubt, dass dieser Kostverzicht

grad so viel Sühne simuliert,

dass sein Gewissen wenig spricht

wenn er des Nachts nach Liebe giert.

 

Es ist die Hitze seiner Lenden

die nach Abenteuern lechzt.

Doch sein Herz ist nicht zu blenden

auch wenn seine Hose wächst.

 

Er vermisst die Leidenschaft

die mit der Frau die Nächte raubt

und so begehrt er Nach um Nacht

so lange sich die Lust gestaut.

 

Der Zufall wird die Qual beenden

wenn er findet, wonach er giert

und sie sich öffnet seinen Lenden

und er sein Leben dann verliert.


22.05.2017
Leer
Deutschland

 

 

 

Aller Ende Anfang

Am Abend wird der Himmel bunter

doch eigentlich vergeht der Tag

und mit der Sonne geh'n wir unter

unsere Zukunft liegt im Sarg.

 

Es endet kein erfülltes Leben

mit diesem letzten Sonnenstrahl.

Voller Arbeit, voller Streben

voller Mühen - ohne Wahl.

 

Vielleicht wird es uns besser gehen

wenn unser wir heut Abend endet

vielleicht werden wir nie verstehen,

warum sich hier das Blatt gewendet.

 

Vielleicht ist dies der falsche Weg

und die Nacht das Elixier

das hilft das Liebe nicht vergeht

und das erhält uns hier.

 

Gewissheit kommt wenn Hoffnung schwindet

doch ohne sie kein Weg zurück

doch wer nach vorne sieht der findet

im letzten Funken neues Glück.


01.04.2017
Leer
Deutschland

 

 

 

Grauer Regen

Farblos wie ein Regentropfen
zieht der Tag vorm Fenster her
und mit zögerlichem Klopfen
wartet Hoffnung, verliert sich mehr.

Wo sind die glücklicheren Tage,
von deren Gedenken man sich nährt
wenn die ew'ge Sinnesfrage
wieder an den Kräften zehrt?

Ich will nicht sagen, es wär schlecht.
Ich fühl ja eigentlich nichts mehr.
Selten ein Lachen, das noch echt-
dabei will ich es doch so sehr.

Mein Kopf schreit "lache"
so tut es der Mund-
Gehorsamkeit ist seine Sache
und Widerspruch ist ungesund.

Das Herz schreit nicht mehr,
weil es doch niemand hört.
Und verirrt sich doch jemand her,
hab ich Angst das er stört.

Geordnet ist mein tristes Grau
Alles steht an festem Ort
und jeder Tag verläuft genau
Nein, niemand will hier fort.

Und das Herz hört auf zu sein.
Es bleibt nur ein leises Klopfen.
Es reist auf kleinen Flüssen Heim-
begleitet von den Regentropfen.


23.02.2017
Leer
Deutschland

 

 

 

Tanzlust

Wenn dein Blick begehrend berührt
lodert auf die tiefe Glut
die meine Hände zu dir führt
nackter Mensch, gehüllt nur Mut.

Deine Lippen auf meiner Haut
die liebkosend langsam wandern
und dein Atem, langsam laut
der eine Körper sucht den ander'n.

Die Hände tief im Haar vergraben
halten, fordern, führ'n den Kopf
der andernfalls gedankenbeladen
betätigt den Vernunftesknopf.

In endlos Wollust fest umschlungen
geführt vom Takt der puren Lust
füll'n sich schneller uns're Lungen
wir sind der Schatten nicht bewusst.

Es ist unbändiges Verlangen
das beschleunigt uns'ren Tanz
und das, je weiter man gegangen
verleugnet den Verstand bald ganz.

Der schnelle Rhytmus deiner Lenden
führt mich auf den Fluss der Gier
der im reißend Strom wird enden,
und mich fortführt aus dem hier.


02.07.2016
Leer
Deutschland