Hinweis auf Inhalt!

Lieber Besucher!

Ich nehme in meinen Zeilen selten ein Blatt vor den Mund (oder die Tasten).

Einige Inhalte sind sehr offen und bewusst provozierend formuliert und nicht unbedingt für Kinder und Jugendliche oder auch Menschen die empfindlich auf solche Inhalte reagieren geeignet.

 

 

 

 

 

 

 

Bescherung im Krieg

Vor den Ruinen tobt der Krieg.

Zum Fest Granaten auf dem Teller.

Auch dieser Abend bleibt ohne Sieg

ist nur von Hoffnung etwas heller.

 

Statt Gesang knattern Gewehre

und das Gebet hält man hier stumm

jeder Tote - eine Lehre

doch niemand kümmert sich darum.

 

Im Keller bangt die junge Frau

die schützen um ihr Kind gelegt

streicht sein Gesicht und weiß genau

dass es stirbt wenn es sich regt.

 

Im Treppenhaus wacht der Soldat

der einmal ihr Freund gewesen

vollführt den seelischen Spagat

zwischen Leben und Spuren lesen.

 

Geht aus dem Haus mit letztem Gruß

und tritt die nächste Türe ein

der Kamerad, das Gesicht voll Ruß

will mit Benzin ganz sicher sein.

 

Die Schreie der Mutter und ihrem Kind

werden niemals mehr verklingen

verklagen Menschen, die Freunde sind

und dennoch diesen Mord begingen.

 

 

Im Krieg kann niemand Frieden finden

auch nicht in der stillen Nacht.

Wo Menschen nur vor Hass erblinden

und aus Vätern Mörder macht.




26.12.2017
Leer
Deutschland

 

 

 

Cogito ergo sum

"Ich denke also bin ich"-OK. Du glaubst zu sein.
Doch mehr als zitierte Floskeln fallen dir nicht ein.
Das besitzen von Gehirnzellen alleine macht nicht schlau-
doch Glaube versetzt Berge, das weißt du ganz genau.

Was sollst du denn noch lernen- weißt alles was du brauchst;
weißt wo du saufen kannst und pennen, oder die Heimfahrt schlauchst.
Kein Grund etwas zu ändern, es ist ja schön so wie es ist,
auch wenn der Hund vom Nachbarn auf deinen Schlafplatz pisst.

Du möchtest lieber frei sein, als Regeln zu versteh'n.
Die Konsequenz deiner "Freiheit" kann ich sehr gut sehen.
Ich denke also bin ich vermutlich ja schon frei,
in meinem Tun und Handeln, dein Leben aber zieht vorbei.

Benebelt auf der Straße, welch wunderbares Ziel!
Dieses zu erreichen, dazu gehört schon viel.
Neuheit und Veränderung, braucht stets eine Idee-
doch Billigwein und Vodka verhindern dies per se.

"Ich denke also bin ich"schön wär's wenn's so wär,
doch zum eigentlichen Leben gehört schon etwas mehr.
Die pure Existenz, das allein ist noch kein sein
doch vielleicht fällt dir beim Denken doch nocht etwas ein.


26.10.2015
Leer
Deutschland

 

 

 

Fremdenhass

Fortgerannt aus Schutt und Asche
die Lungen sind noch voller Staub
das ganze Leben- in einer Tasche
die Ohren von Bomben völlig taub.

Kein Bruder, keine Schwester mehr
die Trost und Hoffnung spenden.
Das Kind starb auf dem Weg hierher
der blanke Horror will nicht enden!

Seelen, die nach Hoffnung suchen,
die verzweifelt, am Ende sind
kommen an und hör'n sie rufen
vor Angst und Hass vollkommen blind.

Mit der Hoffnung brennt die Tasche,
das letzte Stück Vergangenheit
und legt das Herz in Schutt und Asche
das zum Neuanfang bereit.

Der Krieg geht weiter, Tag um Tag
und bald ist kein Herz mehr da
das wahrzunehmen noch vermag,
dass vielleicht doch Hoffnung war.

Es ist "nur" Angst die Feuer legte
Angst vor Hilfe und Moral
die gleiche Angst die auch sie bewegte
zur Flucht vor Tod und Qual.

Wer sind wir, das wir sagen wollen
wer hoffen darf und wer vergeht?
Doch statt der Hilfe kommt ein Grollen
das wer "unerwünscht" doch besser geht.

Viele bleiben stumme Zeugen
wie der Krieg nach Deutschland kommt
weil sie sich der Gruppe beugen
die bilden unsere braune Front.




26.08.2015
Leer
Deutschland

 

 

 

WoW

Als Kind wollt ich Soldatin werden,
für Ruhm und Ehre in den Krieg.
Zum Alltag der Abschied -Sterben
gehört dort auch zum Sieg.

Doch dann lernte ich, dass Ehre
jeden Tag gefüttert wird
mit Gefühlen, und die Leere
dann den Alltag ziert.

War allein in einer Welt,
die sich täglich schneller dreht
keinen Halt, keinen Held
an meiner Seite steht.

Dann fing ich an, ein MMO-
ein Priester sollt es sein.
Keinen Schaden - doch auch so
war selten ich allein.

Die Gruppe hier,die Inni da-
jeder mocht mich gern!
War nicht mehr die, die ich einst war
war vom PC nie fern.

Zeiten, da man noch gelacht
wann das Spiel auf's RL verwies
man hat sich nichts dabei gedacht
man fühlte sich nie mies.

Rum und Ehre kamen schnell,
und man glaubte ohne Preis.
Es wurde dunkel, wurde hell,
man spielte, tat's mit Fleiß.

Auch diese Ehre kostet was,
doch das erfuhr man spät.
Die Zeit, die dieses Spiel zerfraß
bezahlt man nicht mit Geld.

Draußen ging das Leben weiter,
auch wenn man es nicht sah.
Man wurde faul man wurde breiter
und verschenkte Jahr für Jahr.

Heute bin ich nun gewahr,
die Ehre war gestohlen.
Von meinem Leben, viele Jahr'!
Das Spiel grinst unverhohlen!

Drum schweige und gedenke nun
der verlor'n gegang'nen Zeit!
Sei bestrebt in deinem Tun
zur Abrechnung bereit!

27.10.2015
Leer
Deutschland